| Bauvorhaben: | Denkmalgeschütztes Fachwerkhaus als Teil eines Ensembles im Dorfkern Altgorbitz, Leßkestraße 12 in 01169 Dresden |
| Fertigstellung: | April 1997 |

| Bauherr: | GbR Schumann und Kurth |
| Planungsumfang: |
Komplette Instandsetzung und Umnutzung des Gebäudes |
| Ergebnis: | Erhaltung des wertvollen Denkmalbestandes und Nutzung als Pension mit 5 Appartements |
| Nutzfläche: 174 m² |
| - Erstellung der Bestandsunterlagen
- Leistungsphasen 1 bis 8 nach HOAI
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Das kleine Fachwerkhaus wurde gegen 1850 als dörfliches Wohnhaus errichtet und bildete
ursprünglich ein Ensemble mit dem gegenüberliegenden Fachwerkhaus Hofwiesenstraße 28.
Zum Zeitpunkt der Bestandsaufnahme befand sich das leerstehende Gebäude durch
jahrzehntelange nur provisorische Instandhaltungsmaßnahmen in einem schlechten Zustand.
Zudem war die Fassade durch vorgenommene "Modernisierungen" wie Überputzen
des Fachwerkes und Einbau untypischer Fenstergrößen stark entstellt.
An der hangseitigen Gebäuderückseite befanden sich störende provisorische Schuppen.
Fassade und Architektur:
- denkmalgerechte Wiederherstellung der ursprünglichen Fassade durch Freilegung und
Instandsetzung des Fachwerkes und Rückbau der untypischen Fenstergrößen; Aufarbeitung
der vorhandenen Sandsteingewände, Einsatz von Holzfenstern mit historischer Teilung,
Kellenglattputz
- Errichtung eines sich harmonisch einfügenden Winkelanbaus zur Vergrößerung der
Nutzfläche, Erhalt der vorhandenen kleinteiligen Nebengebäude im Bereich der Straßenansicht
- Herstellung von kleinen Balkonen bzw. Terrassen an der Gartenseite des Gebäudes
durch Ausnutzung der Hanglage
- Dachdeckung in sächsischer Bieberschwanzdeckung aus geborgenen Altziegeln,
Liegerinne Titanzink
- ortstypische Gestaltung der Außenanlagen, Anlegen eines kleinen Bauerngartens
Gebäudekonstruktion:
- konstruktive Reparatur, Ausstausch und Verstärkung der Holzkonstruktionen
des Fachwerks, der Decken und der Dachkonstruktion
- konstruktive Maßnahmen zur Vergrößerung der Raumhöhen
Funktion des Gebäudes:
- durch eine völlige Neuordnung der Grundrisse wurden moderne, aber dennoch
dem Stil des Hauses angepaßte Einheiten zur Beherbergung von Gästen geschaffen
- Erhöhung des Komforts durch Herstellung von Freisitzen für jedes Appartement
- der vorhandene und mit dem Hauptgebäude eine gestalterische Einheit bildende
Geräteschuppen wurde saniert und dient der Vorratshaltung und Bewirtschaftung der
gegenüberliegenden gastronomischen Einrichtung im dazugehörenden Hexenhaus
Haustechnik:
- komplette Erneuerung der Haustechnik auf hohem Niveau
- moderne Gas-Warmwasserzentralheizung
Bauphysikalische Maßnahmen:
- Trockenlegung des Gebäudes und umfassende Maßnahmen zu Beseitigung der
Nässeschäden
- Maßnahmen zur Verbesserung der völlig ungenügenden Wärmedämmung durch innere
Vorsatzschalen und Fußbodendämmung sowie einer Vollsparrendämmung
- bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Schallschutzes
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