| Bauvorhaben: | Denkmalgeschütztes Nebengebäude als Teil des Ensembles "alte Schule" im
Flächendenkmal Bärwalde
in 01469 Bärwalde, Hauptstraße 39 b |
| Fertigstellung: | Oktober 1995 |

| Bauherr: | Stadt Radeburg |
| Planungsumfang: |
Komplette Instandsetzung und Umnutzung des Gebäudes |
| Erhaltung des wertvollen Denkmalbestandes und Nutzung als dörflicher Jugendclub |
| Nutzfläche: ca. 85m² |
| - Erstellung der Bestandsunterlagen
- Leistungsphasen 1 bis 8 nach HOAI
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Das kleine, unscheinbare Fachwerkhaus beherbergte ursprünglich die Toilettenanlagen der
repräsentativen vormaligen Schule. Zuletzt wurde es nur noch teilweise genutzt,
so z.B. als Mangelstube für das Dorf.
Zum Zeitpunkt der Bestandsaufnahme befand sich das Gebäude durch jahrzehntelange
unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen in einem sehr schlechten Zustand.
Im Rahmen des Sächsischen Dorfentwicklungsprogrammes wurde die Erhaltung dieses Denkmales
und die Umnutzung als Jugendclub finanziell gefördert.
Fassade und Architektur:
- Beseitigung störender Anbauten, denkmalgerechte Instandsetzung der Fassade durch
Neuordnung der Fenster und Türöffnungen, Errichtung von Satteldachgauben für
die Nutzung des Dachraumes
- Natur-Schieferdeckung, Liegerinne aus Titanzink, Aufarbeitung und Vervollständigung
des Fachwerkes, Aufarbeitung der vorhandenen Sandsteingewände, Kellenglattputz
Funktion des Gebäudes:
- durch eine völlige Neuordnung der Grundrisse wurde mit relativ geringem Bauaufwand eine
zeitgemäße Freizeiteinrichtung für die Jugendlichen des Dorfes geschaffen.
Im Erdgeschoß befinden sich die sanitären Einrichtungen, die Garderobe und der größte Raum
des Gebäudes für verschiedene Aktivitäten, z.B. Tischtennis oder Billard.
Das intimere Dachgeschoß dient, durch eine transparente Wand vomTreppenraum abgetrennt,
als Clubraum mit einer kleinen Einbauküche.
Gebäudekonstruktion:
- Die vorhandene Holzbalkendeckenkonstruktion wurde konstruktiv verstärkt und in
Teilbereichen zur Gewährleistung der Mindestraumhöhe im Dachgeschoß abgesenkt.
- Zur Erschließung des Dachgeschosses über den Gemeinschaftsraum im Erdgeschoß
wurde eine Holztreppenanalge errichtet.
Haustechnik:
- komplette Erneuerung der Haustechnik, Einbindung in die vorhandene örtliche
Abwasserentsorgung
- Beheizung erfolgt mittels elektrischer Nachtspeicheröfen
Bauphysikalische Maßnahmen:
- Trockenlegung des Gebäudes durch Mauerwerkstrennung und Einbau einer horizontalen
Sperrung im Erdgeschoßfußboden
- Umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der völlig ungenügenden Wärmedämmung
durch innere Vorsatzschalen und Fußbodendämmung sowie einer Vollsparrendämmung
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