Bauvorhaben:Denkmalgeschütztes Wohnhaus als Teil einer vormals landwirtschaftlich genutzten Hofanlage in 09627 Sohra Nr.33
Fertigstellung:September 1994
Vor der Sanierung

Nach der Sanierung
Bauherr:Herr Georg Stötzel, Frau Steffi Tischer
Planungsumfang: Komplette Instandsetzung, Modernisierung und teilweise Umnutzung des Gebäudes
Ergebnis:2 Wohnungen, 2 Appartements, insgesamt 290 m² Wohnfläche, 2 Garagen, Vorbereitungen für Einbau einer Sauna
- Erstellung der Bestandsunterlagen
- Leistungsphasen 1 bis 8 nach HOAI
- Mitwirkung bei der Beantragung von Fördermittel

Das Gebäude Sohra Nr. 33 wurde gegen 1865 als Wohn- und Stallgebäude auf einem Drei-Seiten-Gehöft errichtet.

Aufgrund unterlassener Instandhaltungsmaßnahmen sowie durch vorgenommene provisorische Modernisierungen war das Gebäude stark verschlissen und verunstaltet. Durch Tragfähigkeitsschäden des Baugrundes infolge fehlender Geländeentwässerung kam es zu erheblichen Konstruktionsschäden. Am westlichen Giebel bestand akute Einsturzgefahr.

Fassade und Architektur:

  • denkmalgerechte Instandsetzung der Fassade, Neuordnung der Fenster- und Türöffnungen, Natur-Schieferdeckung, Liegerinne aus Titan-Zink, Aufarbeitung der vorhandenen Sandsteingewände, Kellenrauhputz mit Gesimsen und Zierbändern, Wiederherstellung des hölzernen Schmuckbandes im Traufbereich
Funktion des Gebäudes:
  • In der vom Eigentümer bisher schon zu Wohnzwecken genutzten Gebäudehälfte wurden durch Grundrißänderungen zwei Wohnungen mit zeitgemäßem Komfort geschaffen. In den leerstehenden Stallungen erfolgte auf Wunsch der Bauherren eine Umnutzung zu zwei Garagen, desweiteren wurde hier der Zugang zu den beiden darüber liegenden neuen Appartements hergestellt und der Einbau einer Sauna vorbereitet. Der Ausbau des Dachgeschosses erfolgte auf besonderen Wunsch der Auftraggeber nicht.
Gebäudekonstruktion:
  • Stabilisierung des Baugrundes durch Geländeentwässerung mittels Ringdränage, konstruktive Stabilisierung der Tragkonstruktion durch Einbau von Zuggliedern oberhalb der Gurtbögen in Verbindung mit der Ausbildung eines monolithischen Ringanker im Giebel
  • Beseitigung von Horizontalkraftquellen durch konstruktive Veränderungen der Deckenkonstruktion im Stallbereich
  • Konstruktive Sanierung der Holzbalkendeckenkonstruktionen durch Reparatur und Verstärkungen mittels Stahlstützen und Oberzugkonstruktionen
Haustechnik:
  • komplette Erneuerung der Haustechnik, wobei die Trinkwasserversorgung über einen grundstückseigenen Brunnen erfolgt, dezentrale Abwasserentsorgung mit eigener Kleinkläranlage
  • Wärmeversorgung mittels Öl-Zentralheizung, teilweise Fußbodenheizung
Bauphysikalische Maßnahmen:
  • Trockenlegung des Gebäudes und Beseitigung erheblicher Nässe-und Salzschäden
  • Umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der völlig ungenügenden Wärmedämmung durch innere Vorsatzschalen und Fußbodendämmung sowie Dämmung der Decke zum Dachgeschoß