Bauvorhaben:Umnutzung und Sanierung des denkmalgeschützten Wohngebäudes Mohnstraße 36 in Dresden-Mickten als Wohn- und Geschäftshaus
Fertigstellung:1993
Vor der Sanierung

Nach der Sanierung
Bauherr:Fischer und Fischer GbR, Bad Homburg
Planungsumfang: Ausführungplanung und Projektleitung für komplette Instandsetzung und Umnutzung des Gebäudes
Ergebnis:- 24 Wohneinheiten, 1075 m² Wohnfläche
- 4 Gewerbeinheiten, 425 m² Nutzfläche
1 Arztpraxis
1 Ladengeschäft
1 Gaststätte über zwei Geschosse
1 Verwaltungsbüro im Untergeschoß
- Erstellung der Bestandsunterlagen
- Leistungsphasen 5 bis 8 nach HOAI

Das Gebäude Mohnstraße 36 wurde zur Jahrhundertwende als Wohnhaus errichtet.

Auf Grund jahrzehntelanger unterbliebener Instandhaltungsmaßnahmen waren alle Ausbauelemente sowie die äußere Hülle stark verschlissen. Infolge langzeitiger Schäden an der Dachkonstruktion und an den wasserführenden Leitungen im Gebäude bestanden erhebliche Schäden an der Holzkonstruktion des Daches und der Decken. Die Grundrißlösungen waren nicht mehr zeitgemäß, (übergroße Wohnungen, Außentoiletten usw.).

Zum Zeitpunkt der Bestandsaufnahme war das Gebäude bereits weitestgehend ohne Nutzung und es bestand durch Schäden am Holztragwerk partiell Einsturzgefahr.

Fassade und Architektur:

  • denkmalgerechte Instandsetzung der Klinker-Fassade, Schieferdeckung, Einbau einer zweiten Ebene von Dachgauben für den Dachgeschoßausbau, Neuherstellung bzw. Aufarbeitung der vorhandenen Schmuckelemente und Sandsteingewände, Herstellung einer Geländeabgrabung für die natürliche Belichtung von Arbeitsräumen im Kellergeschoß an der Gebäuderückseite, Einsatz denkmalgerechter Holzfenster
  • Errichtung einer repräsentativen tonnenförmigen Verglasung hinter dem Ziergiebel im Dachgeschoß sowie Herstellung von Loggien hinter den kleinen Ziergiebeln
  • Gestaltung eines repräsentativen separaten Eingangs für die Gaststättenanlage
  • repräsentative Gestaltung des Treppenhauses
  • Ortstypische Freiflächengestaltung und Bepflanzung
Konstruktion:
  • konstruktive Sanierung und Verstärkung der Holztragkonstruktionen
  • konstruktive Verbesserung der Tragkonstruktion der Kellergewölbedecke durch Einbau von monolithischen Stahlbetonplattenkonstruktionen
  • Grundrißneuordnungen durch den Einbau von Abfangkonstruktionen aus Stahl und Neuaufteilung in Trockenbauweise
  • Vergrößerung der Raumhöhe im Kellergeschoß für eine gewerbliche Nutzung durch Absenkung des Fußbodens
Funktion des Gebäudes:
  • durch Grundrißänderungen sind moderne Wohnungen und gewerbliche Nutzungseinheiten unterschiedlicher Größe geschaffen worden
  • das Dachgeschoß wurde für eine anspruchsvolle Wohnnutzung komplett ausgebaut
  • im Kellergeschoß befinden sich neben den Einrichtungen der Haustechnik ein Büro für die Gebäudeverwaltung des Eigentümer, rustikale Gasträume und die Küche mit Lagerräumen für den gastronomischen Betrieb.
Haustechnik:
  • komplette Erneuerung der Haustechnik auf hohem Niveau einschl. aller Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Einbau einer Abwasserhebeanlage im Kellergeschoß
  • Einbau einer Lüftungsanlage für Gaststätte und Küche, sowie eines Lastenaufzuges für den Gaststättenbetrieb
Bauphysikal. Maßnahmen:
  • Trockenlegung des Gebäudes
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Wärmedämmung, Fußbodendämmung im Erdgeschoß
  • Maßnahmen zur Verbesserung des Schallschutzes zwischen den Nutzungseinheiten